Cloaking
Der Suchmaschine eine Seite ausliefern und dem Menschen unter derselben Adresse eine andere — für Suchmaschinen ein Verstoß gegen ihre Richtlinien.
Aktualisiert am 14. August 2026
Cloaking heißt, einer Suchmaschine das eine und der Person, die derselben Adresse folgt, etwas anderes auszuliefern: Der Crawler wird erkannt und bekommt eine Seite, die der menschliche Besucher nie zu sehen bekommt. Jede große Suchmaschine hat dagegen Regeln veröffentlicht und wertet es als Täuschung des Index, nicht als geschickten Kniff — mit Herabstufung oder Entfernung als üblicher Folge.
Die Linie, die es zu ziehen lohnt, verläuft zwischen Täuschung und Wegweisung. Ein Link, der einem Besucher in Deutschland eine deutsche Seite öffnet, einem Telefon den App-Store und einem Laptop die Desktop-Seite, liefert ebenfalls je Anfrage anderen Inhalt aus — nur wurde allen dasselbe versprochen, und alle bekommen es, in der für sie passenden Form. Cloaking dreht das um: Was dem Index gezeigt wird, ist nicht das Angebot an den Leser.
Der praktische Schutz heißt Nachvollziehbarkeit. Wenn Traffic-Regeln festhalten, welche Regel bei jedem Klick gegriffen hat und wohin dieser Besucher geschickt wurde, lässt sich hinterher prüfen, was ein Link tatsächlich tut, statt es glauben zu müssen — von der Person, die ihn veröffentlicht hat, genauso wie von allen anderen.