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White-Label

Der Dienst eines Unternehmens, vollständig unter der Marke eines anderen verkauft: Dashboard, E-Mails, Zahlseiten und Abrechnungen nennen den Reseller, nicht den Anbieter.

Aktualisiert am 14. August 2026

Ein White-Label-Produkt ist der Dienst eines Unternehmens, der vollständig unter der Marke eines anderen verkauft wird. Der Anbieter baut und betreibt ihn; was der Endkunde sieht, sind Name, Logo und Farben des Resellers — und in der fertigen Ausbaustufe hat der Kunde keinen Anlass, überhaupt an den Anbieter zu denken.

Der Begriff wird großzügig verwendet, deshalb lohnt es sich, genau zu sagen, wie weit das Branding reicht. Gebrandete Links decken nur den Hostnamen vor dem Kurzcode ab — durchaus wertvoll und zugleich die kleinste Ausbaustufe der Idee. Vollständiges White-Labeling deckt jede Oberfläche ab, der ein Kunde begegnet: das Dashboard und jeden Bildschirm darin, die Seiten, die der Weiterleiter ausliefert, etwa Passwortabfragen und Ablaufhinweise, transaktionale E-Mails von der eigenen Domain des Resellers, die Seite, auf der ein Abo bezahlt wird, und den Text auf der Kartenabrechnung des Kunden.

Eine ehrliche Grenze gilt durchgehend. DNS-Einträge und Certificate-Transparency-Logs sind öffentlich; wer eine Branded Domain gezielt abfragt, sieht daher, auf welche Infrastruktur sie zeigt. Keine Branding-Einstellung ändert das, und im normalen Gebrauch tritt es nie zutage.

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