Apex-Domain per IP verbinden
Kurzlinks von einer nackten Domain wie brand.com ausliefern: Adress-Einträge, Eigentumsnachweis und automatische Ausstellung des Zertifikats.
Aktualisiert 13. August 2026
Eine Apex-Domain, auch nackte Domain oder Root-Domain genannt, ist der Name ohne jedes Präfix: brand.com statt go.brand.com. Kurzlinks sehen dort am besten aus, und wenn Sie eine Domain eigens für Links gekauft haben, ist sie die natürliche Wahl. Sie braucht andere DNS-Einträge als eine Subdomain — aus einem Grund, den man vorher verstanden haben sollte.
Warum ein CNAME nicht auf einer Apex-Domain leben kann
Der DNS-Standard verbietet einen CNAME-Eintrag auf einem Namen, der bereits andere Einträge trägt. Jede Apex-Domain trägt mindestens die Autoritäts- und Nameserver-Einträge, die die Zone funktionieren lassen, meist zusätzlich Mail-Einträge. Ein CNAME auf dem Apex wird deshalb entweder vom Anbieter abgelehnt oder — schlimmer — angenommen und zerstört dann die Zustellung von E-Mails. Das ist eine Eigenschaft von DNS selbst und keine Einschränkung der Plattform. Es gibt zwei Wege darum herum.
Variante 1: ein ALIAS-Eintrag, wenn Ihr Anbieter ihn unterstützt
Manche Anbieter setzen einen nicht standardisierten Eintragstyp um — ALIAS, ANAME oder CNAME-Flattening genannt —, der sich wie ein CNAME verhält, aber vor der Antwort zu Adressen auflöst, sodass der Standard nicht verletzt wird. Bietet Ihr Anbieter so etwas an, nutzen Sie es: Die Einrichtung ist so wartungsfrei wie bei einer Subdomain.
Zu den Anbietern mit Unterstützung zählen Cloudflare, DNSimple, Namecheap, Porkbun, DNS Made Easy, easyDNS, NS1, Bunny, Azure DNS und Google Cloud DNS. Ohne Unterstützung sind unter anderem Amazon Route 53, dessen Alias-Einträge nur auf AWS-Ressourcen zeigen, sowie GoDaddy, IONOS und Network Solutions.
Legen Sie den Eintrag mit Ihrer Apex-Domain als Namen und cname.linkprofit.com als Ziel an und folgen Sie dann Subdomain per CNAME verbinden: Die Einträge für Verifizierung und Zertifikat sind identisch.
Variante 2: Adress-Einträge, die auf unseren Ingress zeigen
Hat Ihr Anbieter keinen ALIAS-Eintrag, zeigen Sie den Apex stattdessen auf unsere Ingress-Adressen. Der Traffic erreicht dedizierte Server, die die Verbindung terminieren und sie an dasselbe Edge-Netzwerk übergeben, das auch jeden anderen Link ausliefert.
Ihre Adressen finden
- Öffnen Sie Domains und wählen Sie Domain verbinden.
- Geben Sie die Apex-Domain ein, zum Beispiel
brand.com. - Wählen Sie den Zweck Kurzlinks. Das Panel erkennt, dass der Name ein Apex ist, prüft, welcher Anbieter Ihr DNS betreibt, und zeigt die Methode, die bei Ihnen funktioniert.
- Werden Adress-Einträge gebraucht, listet das Panel die genauen IPv4- und IPv6-Adressen auf, dazu einen Verifizierungs-Token.
Kopieren Sie die Adressen immer aus dem Panel: Sie können sich ändern, wenn Kapazität hinzukommt. Im Scale-Tarif können Sie eine dedizierte Ingress-Adresse anfordern, die sonst niemand nutzt.
Die Einträge anlegen
A brand.com erste im Dashboard angezeigte Adresse
A brand.com zweite im Dashboard angezeigte Adresse
AAAA brand.com im Dashboard angezeigte IPv6-Adresse
TXT _linkprofit-verify.brand.com dom_...-Token aus Ihrem Dashboard
Zwei A-Einträge sind kein Versehen: Die Adressen liegen in verschiedenen Rechenzentren, der Traffic fließt also weiter, wenn eine nicht erreichbar ist. Legen Sie auch den AAAA-Eintrag an, sofern Ihr Anbieter IPv6 speichern kann.
Verifizierung und Zertifikat
Drücken Sie auf Prüfen, sobald die Einträge gespeichert sind. Wir fragen den TXT-Eintrag direkt ab und markieren die Domain als verifiziert, wenn der Token übereinstimmt. Das Zertifikat wird ausgestellt, sobald die erste echte Anfrage eintrifft; die Erneuerung geschieht automatisch, solange die Domain verbunden bleibt.
Bis die Verifizierung erfolgreich ist, wird überhaupt kein Zertifikat ausgestellt. Das ist Absicht: So kann niemand eine fremde Domain auf unsere Adressen zeigen lassen und sich dafür ein Zertifikat ausstellen lassen.
Was Sie im Betrieb erwartet
Apex-Traffic nimmt gegenüber einer Subdomain einen zusätzlichen Netzwerksprung, was rund dreißig bis sechzig Millisekunden kostet, bevor die Weiterleitung gesendet wird. Für die meisten Kampagnen ist das unsichtbar. Tragen Ihre Links sehr hohes Volumen, legen Sie sie stattdessen auf eine Subdomain und lassen Sie den Apex auf Ihre Website weiterleiten.
brand.com zu verbinden verbindet nicht www.brand.com; das sind im DNS getrennte Namen. Wenn Sie damit rechnen, dass Leute die www-Form eintippen, verbinden Sie sie als zweite Domain nach der CNAME-Anleitung.
Fehlersuche
Die Verifizierung wird nie fertig. Prüfen Sie den Namen des TXT-Eintrags auf eine doppelte Domain, etwa _linkprofit-verify.brand.com.brand.com. Die meisten Panels hängen die Domain automatisch an, geben Sie also nur _linkprofit-verify ein.
Der Anbieter lehnt den Eintrag ab. Existiert auf dem Apex bereits ein ALIAS, ein CNAME oder eine Weiterleitungsregel, löschen Sie sie zuerst. Domain-Parking und Funktionen wie „forward to URL“ zählen als solche Regeln.
E-Mails kommen nicht mehr an. Adress-Einträge auf dem Apex beeinflussen E-Mail nicht, das Ersetzen einer ganzen Zone aber schon. Prüfen Sie, ob Ihre MX-Einträge und die Einträge zur Absenderauthentifizierung die Bearbeitung überlebt haben.
Die Domain löst auf, liefert aber nichts. Das Zertifikat wird bei der ersten Anfrage ausgestellt, laden Sie also einmal neu. Scheitert es weiterhin, nennt der Status unter Domains den Grund.